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Fortsetzung: Prophylaxe

... Ein wichtiger Eckpfeiler der Prophylaxe ist die, bei niedrigem Karies-und Parodontitisrisiko idealerweise halbjährlich stattfindende, PZR (Professionelle Zahnreinigung). Regelmässig angewandt hilft sie, Karies, Plaque und Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Dabei wird mit speziellen Handinstrumenten und Geräten, Ultraschall und speziellen Reinigungspulver schonend Plaque (Zahnbeläge) von den Zähnen und aus den Zahnzwischenräumen entfernt. Anschliessend werden die Zähne mit speziellen Prophylaxe Polierern aus Gummi und Polier- und Zahnreinigungspasten unterschiedlicher Körnung gesäubert und rauhe Stellen entfernt. An der nun glatten Zahnoberfläche ist eine Plaque-Neubildung erschwert. Sollen die Zähne besonders geschützt werden, kann abschliessend Fluoridhaltiges Gel oder lichthärtender Schutzlack aufgetragen werden.
Die PZR versteht sich ergänzend zur täglichen Mund- und Zahnhygiene, die idealerweise aus 2 x täglich mindestens 2 Minuten Zähneputzen mit einer weichen Zahnbürste besteht. Ergänzt durch die Anwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten zur Reinigung der Interdentalräume und bei bestehender Indikation wie erschwerter Mundhygiene bei Prothesenträgern oder bei Implantaträgern durch das Ausspülen und Desinfizieren des Mundraumes mit einer CHX haltigen Mundspülung.
Ein weiterer Eckpfeiler ist die Fluoridierung zur Kariesprophylaxe und Remineralisierung des Zahnschmelzes. Um eine optimale Fluoridversorgung zu gewährleisten ist bei der täglichen Mundhygiene die Verwendung einer fluoridhaltigen Zahnpasta hilfreich. Damit wird der Zahn vor Säuren und säurebildenden Bakterien geschützt. Stellt der Zahnarzt bei der Anamnese im Kindesalter einen Fluoridmangel fest, kann er spezielle Fluoridpräparate wie Fluoridtabletten verschreiben. Bei der Zahnbildung können die Fluoride direkt aus der Nahrung/ Fluoridtablette aufgenommen werden und die im Aufbau befindliche Zahnstruktur der bleibenden Zähne positiv beeinflussen.
Damit es kariesforcierenden Bakterien besonders schwer gemacht wird, kann bei bestehender Indikation von tiefen Fissuren und Furchen der Kauflächen von Backen- und Mahlzähnen sowie bei den sich bildenden Backenzähnen im Kindesalter eine Fissurenversiegelung vorgenommen werden. Nach erfolgter Reinigung und Trockenlegung der betroffenden Zähne mithilfe von Kofferdam wird der Bereich um die Fissuren mit Phoshorsäure angeätzt um einen guten Halt des Versieglers, der aus Kunststoff besteht, zu gewährleisten. Nach Abspülen des Ätzgels und Trocknung der Zahnoberfläche wird der Fissurenversiegler aufgebracht und unter Lichteinwirkung direkt ausgehärtet. Lichthärtende Fissurenversiegler gibt es mit und ohne Fluoridabgabe zur Kariesprophylaxe. Die Versiegelung sollte regelmässig kontrollieret werden. Weiß eingefärbte Fissurenversiegeler gewährleisten dabei eine gute Sichtkontrolle.